Charta für die Österreichischen UNESCO-Schulen (Auszüge)

 

Das internationale Netzwerk der UNESCO-Schulen (Associated Schools Project Network, ASPnet) wurde 1953 von der UNESCO ins Leben gerufen. Österreich trat dem Netzwerk bereits ein Jahr später bei.

ZIELE und AUFGABEN

Ziel war und ist es, globale Anliegen und die Rolle der Vereinten Nationen, Menschenrechte (inkl. Frauenrechte), Demokratie und Toleranz, interkulturelles Lernen und Friedenserziehung sowie Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung als Schwerpunkte in den Schulunterricht aller Schultypen zu integrieren und Kinder und Jugendliche mit den Themen und Ideen der UNESCO vertraut zu machen.

 

AUFNAHME und MITGLIEDSCHAFT

Aufnahmebedingungen:

· Die Schule gibt der ÖUK (= Österreichische Unesco-Kommission) durch SGA- /Schulforumsbeschluss bekannt, dass sie den Status einer Anwärterschule anstrebt.

· Die Schulleitung hat außerdem im Vorfeld dafür zu sorgen, dass eine qualifizierte Unterstützung und aktive Mitarbeit im Lehrkörper gewährleistet ist.

· Die Ziele einer UNESCO-Schule (s. oben) sind im Schulprofil zu verankern.

· Eine engagierte Mitarbeit im nationalen Netzwerk wird erwartet.

Nach Einlangen und Bestätigung dieses Schreibens durch die ÖUK beginnt eine zweijährige (zwei volle Schuljahre) Kennenlernphase. Anschließend kann eine Schule bei der ÖUK das Antragsformular für die offizielle Aufnahme in das internationale Netzwerk der UNESCO-Schulen anfordern und ausgefüllt an die ÖUK zurücksenden.

Dieser Antrag muss vom SGA/Schulforum bestätigt und der entsprechende Beschluss dem Antrag beigelegt werden.

Danach sendet die ÖUK den Aufnahmeantrag nach Paris weiter.

 

Mitgliedschaft:

Die Schulen verpflichten sich:

  • in aktiver Weise zur Erreichung der Ziele und Prinzipien, wie sie in der Verfassung der UNESCO fest gelegt sind,
    im täglichen Unterricht und/oder in Projekten beizutragen;
  • Kommunikation mit UNESCO assoziierten Schulen im Ausland ebenso wie mit jenen im Inland zu pflegen;
  • einen ausreichenden Informationsfluss zu gewährleisten;
  • eine/einen Verantwortliche/n aus dem Lehrkörper als Referenten/-in zu nominieren. Diese Person hat vor allem die Aufgabe, den Kontakt mit der ÖUK zu halten und die Schulpartner über aktuelle Entwicklungen zu informieren;
  • einen Wechsel des/der Referenten/-in der ÖUK zu melden;
  • Projekte medial zu präsentieren (Zeitschrift „FORUM“, www.unesco-schulen.at, u.a.)
  • zumindest einen jährlichen Kurzbericht über die Aktivitäten an die ÖUK zu übermitteln
  • den/die Referenten/-in oder eine/-n Stellvertreter/-in zur Jahrestagung der Österreichischen UNESCO-Schulen zu entsenden.

 

ERLÖSCHEN der Mitgliedschaft:

  • Die Mitgliedschaft kann durch SGA-/Schulforumsbeschluss erlöschen und dies ist der ÖUK zur Kenntnis zu bringen.
  • Jene Schulen, die die oben genannten Kriterien über einen Zeitraum von zwei Jahren nicht erfüllen, werden nach vorheriger Kontaktaufnahme durch die ÖUK nach einem weiteren Jahr aus dem Netzwerk entlassen.
  • Mit dem Erlöschen der Mitgliedschaft dürfen das Logo und die Bezeichnung „UNESCO-Schule“ nicht mehr verwendet werden.

Mag.Hannelore Hörhann ((UNESCO-Schulreferentin)