Schülerprojekt: KI SPECHT – Wenn Technik unsere Fassaden rettet (Informatik)
Matthias Mitter aus der 7. Klasse arbeitet an etwas, das ein überraschend teures Problem lösen soll: Spechte, die Löcher in gedämmte Hausfassaden klopfen. Pro Loch fallen schnell mehrere Hundert Euro Sanierungskosten an – und herkömmliche Abwehrgeräte versagen, weil sich Spechte an jedes gleichbleibende Signal gewöhnen.

Seine Lösung heißt KI SPECHT: eine kleine, solarbetriebene Box, die ganz ohne Stromanschluss an der Fassade hängt. Ein Mikrofon hört mit, eine selbst trainierte künstliche Intelligenz erkennt am Klopfmuster, ob wirklich ein Specht am Werk ist – und spielt dann Rufe natürlicher Feinde wie Habicht oder Baummarder ab. Der Clou: bewusst mit Pausen, wechselnden Geräuschen und mehreren Stufen, damit sich der Specht eben nicht gewöhnt.
Das System arbeitet rein akustisch, verletzt kein Tier und greift nicht in Bruthöhlen ein. Spechte sind streng geschützt – die Idee ist nicht, sie zu bekämpfen, sondern ihnen zu zeigen, dass die Hausfassade der falsche Baum ist.
Aktuell ist KI SPECHT ein funktionierender Prototyp; ein erster Praxistest an einem echten Gebäude steht bevor. Für die Technik hat Matthias bereits ein Gebrauchsmuster beim Österreichischen Patentamt angemeldet und bereitet die Teilnahme an Innovationswettbewerben vor. Wir sind gespannt, wie es weitergeht.
(Prof. Meschuh)


